Depolarisator nach Hanle (Scrambler)

Scrambler/Zeichnung(1k)

Der Depolarisator besteht aus zwei mit optischem Kontakt verbundenen Keilen, von denen mindestens einer doppelbrechend ist und die Polarisationszustände an verschiedenen Stellen unterschiedlich beeinflusst. Die Depolarisation entsteht aus der örtlichen Überlagerung verschieden gedrehter Polarisationen. Der zweite Keil kompensiert (bestmöglich) die prismatische Ablenkung. Die Divergenz der beiden austretenden, senkrecht zueinander polarisierten Bündel beträgt etwa 4 Bogenminuten; die Ebenheit der Außenflächen ist λ/10, die Gesamtdicke etwa 6 - 10 mm.
Der Depolarisator beeinflusst die Polarisation von Lichtquellen oder die Eigenpolarisation von Geräten in der Weise, dass der durchschnittliche Polarisationsgrad gegen Null geht. Dazu muss er zur jeweiligen Polarisation in die experimentell zu ermittelnde, günstigste Orientierung gebracht werden. (Als Startwert empfiehlt sich eine Anordnung der Aufspaltungsrichtung unter 45° zur Hauptpolarisationsrichtung des einfallenden Lichts). Die Wirkung des Depolarisators steigt mit dem Querschnitt des Strahlenbündels.

Ausführung I:zum Anfang

Kristallkeil aus synthetischem Quarz, Gegenkeil aus Quarzglas Suprasil, Spektralbereich etwa 180 nm - 2,5 µm, ungefasst.

Querschnitt (achteckig) synthetischer Quarz
Best.Nr. Preis 1 St. Preis 2-5 St. Preis 6-10 St.
10 x 10 mm
15 x 15 mm
20 x 20 mm
25 x 25 mm
PDH 10
PDH 15
PDH 20
PDH 25
€ 688
€ 831
€ 1005
€ 1162
€ 631
€ 770
€ 896
€ 1049
€ 593
€ 739
€ 822
€ 973

Ausführung II:zum Anfang

Keil und Gegenkeil aus MgF2, Kristallachsen gekreuzt, Spektralbereich etwa 125 nm - 7 µm, ungefasst. Querschnitt 15x15 PDH 15.00

Die Depolarisatoren sind in Fassung mit Reiterstift lieferbar. Der Depolarisator kann mit der Fassung um 360° verdreht und in jeder beliebigen Stellung arretiert werden. Die freien Öffnungen der Fassungen sind 9 mm, 14 mm, 19 mm und 24 mm, die Außendurchmesser sind 30 mm, 30 mm, 36 mm und 38 mm. PDH 0

Literaturzum Anfang

W. Hanle, Zeitschrift für Instrumentenkunde 51 (1931), 488 "Messung des Polarisationsgrades von Spektrallinien."

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